LokaNova et Freelang

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PostPosted: 10 Oct 2006 11:21 
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:D Da einige von euch schon wisst, ich bin diesem Jahr erlaubt worden, eine Lizenz der Deutschen Sprache wiederzuveranstalten. Wahrlich passiert es sich besser, als das, was ich befürchtete (ich erreiche eigentlich, etwa achtzig prozent der Wörter meiner Professoren zu verstehen). Ich werde trotzdem ihrer Hifle brauchen, deswegen schliesse ich diesen Faden (?), damit die Deutschsprächiger dieses Forum mich beantworten können. Ich werde mich dazu anstrengen, meine Fragen auf Deutsch zu stellen; auf solchem Weise dürft ihr mir antworten (und auch den Text meiner Fragen zu korrigieren).

*

Na ja; vor allem, eine Frage : Welches Grammatiksbuch benützt ihr (oder mindenstens benütztet ihr, oder ihren Zöglingen ratet ihr?) ? L'allemand de A à Z ist praktisch aber zu klein. Das riesige von Schanen und Confais geschriebene Monstrum ist zu sprachwissenschaftlich (spannend, aber unbenutzbar um Übersetzungen zu machen). Ich brauche was ,,nomrmatives'' und umfassendes zugleich.

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PostPosted: 10 Oct 2006 21:31 
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Si je peux me permettre (sans prétendre à la perfection) :

Wie einige von euch es schon wissen ("da" avec une construction en proposition relative veut bien dire "comme" mais plus dans le sens de "parce que" : 'da ich faul bin, werde ich wenig arbeiten'), wurde es mir dieses Jahr erlaubt, eine Licence der deutschen Sprache (laisse le terme français, il n'y a pas d'équivalent en allemand) zu wiederholen (veranstalten, ça veut dire que c'est toi qui l'organise). Freilich geht es besser, als was ich hätte fürchten können (ich schaffe es eigentlich, etwa 80 % der Wörter meiner Professoren zu verstehen). Ich werde trotzdem ihre Hilfe brauchen (brauchen se construit avec l'accusatif, helfen avec le datif), deswegen öffne ich (schliessen = fermer ;) ) diesen Thread (franglais, qui a dit franglais ?). Ich werde mich anstrengen, meine Fragen auf deutsch zu stellen, so dass ihr mir auch auf deutsch antwortet - und so dass ihr den Text meiner Fragen korrigiert - (Weise => die Weise => auf diese Weise : de cette façon ; mais l'allemand a beaucoup moins peur des répétitions que le français, cette tournure n'est donc pas indispensable ici).

Naja, die erste Frage (vor allem = surtout) : welches Grammatikbuch (le 's' n'est pas systématique pour lier le mot composé) benütztet ihr (oder habt ihr benutzt) ? 'L'allemand de A à Z' ist praktisch aber zu begrenzt (limité). Das von Schanen und Confais geschriebene Monstrum ist zu sprachwissenschaftlich (spannend aber unbenutzbar zum Übersetzen) (pas de 'Übersetzungen machen', bitte ;) ). Ich brauche etwas 'Normatives' und Umfassendes zugleich.

En ce qui me concerne je n'ai pas de grammaire à te proposer, mais je te conseillerais de lire (autant que possible) en allemand, c'est très formateur...
En tout cas bon courage à toi, ton niveau est déjà très bon
:hello:


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PostPosted: 10 Oct 2006 22:45 
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Dieser Link war früher mal aktiv. Heute geht es nicht mehr. Ob es später mal wieder funktioniert... :-?
http://www.dtr.fr/homepage/pgenvo/Sommaire.html

Sonst guck mal hier, ob es etwas für Dich gibt:
http://www.scolasite.com/pages/langue.htm
http://cronimus2.free.fr/all/biblio.htm


Leider sind diese Sites ziemlich alt, die habe ich aus meinen alten Favourites herausgegraben. :confused: An der Uni benutzte ich ein einfaches Grammatikbuch für Abiturienten und eine ältere Version dieses Buches
Grammaire d'usage de l'allemand contemporain
Edition 2001
Daniel Bresson
http://www.fnac.com/Shelf/article.asp?P ... &Nu=8&Fr=2



Un conseil en fac : apprends les listes de verbes et adjectifs suivis de prépositions sur le bout des doigts. C'est une réserve de vocabulaire inépuisable, et les fautes de préposition sont impardonnables en licence. Listes ici:
http://cronimus2.free.fr/all/indprep.htm - crubrique RECTION dans le menu de gauche.

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PostPosted: 11 Oct 2006 08:57 
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Hallo Sisyphe,

ich habe früher folgendes Handbuch benutzt : Maurice Bouchez, Grammaire allemande, Paris:Belin, 1993. Und für mein damaliges Niveau war es perfekt (sprich : kurz und dicht) ; in dieser Grundkategorie war es das Vollständigste, welches ich finden konnte.

Viele Grüsse und viel Spass!


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PostPosted: 11 Oct 2006 15:56 
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Hallo Sisyphe,

ich gratuliere dir, dass du ein Deutschstudium wieder aufgenommen hast. Wenn dich interessiert, auch mit einer auf Deutsch abgefassten Grammatik zu arbeiten, kann ich dir folgendes Handbuch empfehlen: Dreyer/Schmitt, Lehr- und Übungsbuch der deutschen Grammatik, Hueber Verlag.

Ich wünsch' dir noch frohes Schaffen beim Lernen!

:hello:

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Wir brauchen keinen Appetit, wir haben den Hunger. (Bertolt Brecht)


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PostPosted: 16 Oct 2006 12:29 
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Quote:
Si je peux me permettre (sans prétendre à la perfection) :


:) Du darfst, du darfst ! Dazu habe ich dieses topic geöffnet.

Aber wieviel grüne Striche

Quote:
Wie einige von euch es schon wissen ("da" avec une construction en proposition relative veut bien dire "comme" mais plus dans le sens de "parce que" : 'da ich faul bin, werde ich wenig arbeiten')


:shy: Äh... Das war ein Art Druckfehler, ich wollte eigentlich ,,wie'' sagen.

Quote:
Ich werde trotzdem ihre Hilfe brauchen (brauchen se construit avec l'accusatif, helfen avec le datif)


:ape: Ach! Verwirrung mit Altgriechisch! χράομαι + Dativ.


Quote:
deswegen öffne ich (schliessen = fermer ) diesen Thread (franglais, qui a dit franglais ?).


Denglisch, sagte ich ;)

Quote:
wurde es mir dieses Jahr erlaubt, eine Licence der deutschen Sprache (laisse le terme français, il n'y a pas d'équivalent en allemand)


:-o Ich habe erschrocken erfahren, dass die deutschen Uni jetzt nicht nur Master aber auch Bachelor of Art abgeben!

... :evil: Dass Deutschland die modernen Universitäten im XIX. Jahrhundert fast erfunden haben! Bis zu den 30en Jahren kam all die Forschung und all das Bedeken von den deutschen Uni.

:cry: Ich habe den Eindruck, dass ich mehr Deutschland liebe, als die Deutschen selbst.

Quote:
(spannend aber unbenutzbar zum Übersetzen) (pas de 'Übersetzungen machen', bitte


Ich weiss genau, dass man das Verb "machen" nicht übermässig gerbauchen soll ; ich wollte aber die Uni-Übungen, "thèmes" und "versions", meinen. Gibt es keine idiomatischere Wendung dazu?

Quote:
En ce qui me concerne je n'ai pas de grammaire à te proposer, mais je te conseillerais de lire (autant que possible) en allemand, c'est très formateur...


:roll: Lesen ist für mich kein Problem... Und das ist eigentlich das Problem! In der Vorbereitungklasse (,,khâgne'', falls du lieber hast ;) ) habe ich wahrlich Deutsch gelernt, aber sozusagen nur schriftlich. Ich kann fast Goethe lesen, aber zweidrei Wörter aufeinanderstellen, das ist mir wie ein Gebirge zu klettern.


Quote:
En tout cas bon courage à toi, ton niveau est déjà très bon


:P

Quote:
Un conseil en fac : apprends les listes de verbes et adjectifs suivis de prépositions sur le bout des doigts. C'est une réserve de vocabulaire inépuisable, et les fautes de préposition sont impardonnables en licence.


So viele Dinge, die theoretisch in Licence unvergebbar sind... Hm.

Wenn ich mutig wäre, lernte ich wieder :
- Meine Starken Verben, auch mit den verschiedenen Präfixen.
- Den Umfassenden List von trennbaren und untrennbaren Partikeln und ihren Meinungen.
- Die mit Präpositionen gefolgten Verben und Adjektiven.
- Und so weiter.

Bin ich aber mutig?

*

:jap: Danke Jedem für euren Ratschläge und Linke.

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PostPosted: 19 Oct 2006 23:59 
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:P

Zwei kleinen Fragen :

1. wie soll das Verbum wetteifern gebeugt werden ? wir eifern mit ihm wett? Oder wir wetteifern...?

2. Wie soll man schreiben: recht haben oder Recht haben (oder rechthaben?) - ich weiss eben, dass das eine der neuen Rechtschreibung entsprechend ist, und das andere dem alten. Aber welches gilt welcher ?

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PostPosted: 20 Oct 2006 15:39 
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Sisyphe wrote:
1. wie soll das Verbum wetteifern gebeugt werden ? wir eifern mit ihm wett? Oder wir wetteifern...?
Wir wetteifern.

Sisyphe wrote:
2. Wie soll man schreiben: recht haben oder Recht haben (oder rechthaben?) - ich weiss eben, dass das eine der neuen Rechtschreibung entsprechend ist, und das andere dem alten. Aber welches gilt welcher ?
Ich glaube, beides ist möglich. Aber lieber mal warten, bis jemand wie Elie das bestätigt. ;)

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PostPosted: 20 Oct 2006 17:41 
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Recht haben / recht haben

Nach den neuesten Regeln für den Schuldienst ab August 2006 gilt folgendes:

Quote:
Regel R2.14 - Die Wörter Recht und Unrecht dürfen klein- oder grossgeschrieben werden in Verbindung mit den Verben (Tätigkeitswörtern) "behalten", "geben", "haben", "tun".


Es darf allerdings nicht zusammengeschrieben werden. Mit anderen Worten gelten jetzt sowohl die alte Schreibweise als auch die neue von 1996. Kleinschreibung wäre wie die alte Rechtschreibung, Grossschreibung wie die neue von 1996.


N.B. Ich schreibe nach den Schweizer Regeln.

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PostPosted: 20 Oct 2006 23:20 
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:jap: Vielen Dank!

Elie wrote:
N.B. Ich schreibe nach den Schweizer Regeln.


Ich auch, aus technischer Hinsicht, da ich den mut nicht habe, weder die deutsche Tastatur zu benutzen, noch den ASCII-Kode des ß immer zu komponieren (Es gilt dazu dieses Verb?.

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Mit Schweizer Regeln meine ich nicht nur -ss- statt -ß-. Ich schreibe z.B. das Tram statt die Tram, Busse statt Bußgeld, das Miethaus statt Mietshaus, placieren statt platzieren, Türe statt Tür usw...

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... ,,Der Kontrollor'' fur ,,der Kontrolleur'', ,,velofahren'' für ,,"radfahren", und - mein angebetetstes - ,,Komissionnen machen'' für ,,einkaufen" ;)

Na ja, wenn du wirklick die Schweizer Regeln folgtest, dann sprächest du eigentlich kein Deutsch, sondern etwas, das dem Marsisch oder dem Venusisch ähnelt! :)

Uf Widerluege

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Nein, Siz', es gibt in der Schweiz eine Norm des Hochdeutschen. Man kann es Schweizer Hochdeutsch nennen, was überhaupt nicht dem Schweizerdeutschen/Schwyzertüütsch gleichzusetzen ist.

In einem Gespräch über Asylanten kann ich z.B. von Rückführung sprechen, während die Deutschen eher Ausweisung benutzen würden. Als Deutschlehrer in der Schweiz muss ich beide Begriffe kennen und im Unterricht gebrauchen, aber privat neige ich seit ein paar Jahren zum Schweizer Hochdeutschen. Im Dialekt heisst es ja nicht Rückführung sondern Rukchführigg.

Uuf Wiederluege ;)

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:) Ich weiss es. Aber ich habe immer Mühe gehabt, um Leute im Schweiz zu finden, die dieses theoretisches schweizer Hochdeutsch sprachen.

( ;) Das ist eben überspitz, weiss ich. Studenten, die ich habe getroffen können, sprachen Hochdeutsch, wie der Bundespräsident am 1. August. Aber dem Mann der Strasse Hochdeutschen Wörter herauszureissen... Was mir wesentlich erstaunt ist, dass sie sogar dessen nicht bewusst sind, wenn sie Tütsch sprechen.

:sun: Ich füge hinzu, dass ich Schwyzertütsch mag, aber nicht um zu kommunikieren.

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Hochdeutsch in der Schweiz ist ein schwieriges Thema. Im Grunde genommen wird "deutsches" Hochdeutsch geschrieben, bis auf "Fehlerchen", die sich seit langem eingebürgert haben. Ich gebe zu, dass ich nur dazu neige, Schweizer Hochdeutsch zu schreiben, weil ich mit dieser Sprachnorm täglich in Kontakt bin. Aber was ich früher in Norddeutschland gelernt habe, habe ich ja nicht vergessen. Das Ergebnis ist wahrscheinlich ein bisschen gemischt...

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